1. Schlangen an amerikanischen Flughaefen koennen sehr lang sein...
2. nicht alle Immigration-Officers sind schlechtgelaunte Mexikaner
3. auf dem Rueckflug von Vancouver nach Chicago dringend einen Platz in vorderster Reihe reservieren
4. liebe Air France-Kollegen: man muss sein Gepaeck auch aus Amerika RAUS durch den Zoll tragen!
Der Flug von Duesseldorf war puenktlich, trotz erhoehter Sicherheitskontrollen (so z.B. sporadisches Rauspicken durch die Polizei NACH dem Boarding (quasi im Finger, bzw kurz vorher) und durch starke Atlantikwinde gerade so zur erwarteten Ankunftszeit in Chicago. Natuerlich gab es einige starke Turbolenzen, war ja klar... Der Platz, auf den ich neben mir spekuliert hatte, blieb leider nicht frei – die Maschine war tatsaechlich ausgebucht. So sass ich neben einem mittelalten, Landmaschinen-Vertreter aus Leipzig! Der war zwar ganz nett, macht sich aber wohl regelmaessig im Kino auch keine Freunde, benutzte er doch die gesamte Armlehne (und somit auch meine Bewegungsfreiheit) als seins!
In Chicago angekommen habe ich schon gedacht, ich wuerde mich bei 6 Stunden Aufenthalt langweilen, aber die Amerikaner haben sich ein lustiges “Entertainment” ausgedacht und so stand ich fast 2 Stunden erst in der Immigration an (mein Koffer fuhr dabei wohl lustige 127x uebers Band, um dann als einer von dreien - die beiden anderen gehoerten wohl den beiden Deutschen in der Schlange hinter mir - neben dem Band zu stehen) und nachdem ich das Terminal gewechselt habe, nochmal 1 Stunde an der naechsten Sicherheitskontrolle...
In einer dieser Schlangen bekam ich leider sehr ploetzlich und sehr heftig einen Migraene-Anfall. Als endlich durch alle amerikanischen Formalitaeten durch wahr, habe ich also schnell den naechsten McDonalds aufgesucht und erstmal was zu trinken erstanden. Mein Gate war zum Glueck auch nicht weit und so konnte ich erstmal eine Tablette nehmen und versuchen die Schmerzen “weg zu wuenschen’. Aber es wurde immer schlimmer und ploetzlich hat sich alles gedreht und ich dachte, ich falle auf der Stelle um. Die United-Uniformierte wollte dann den Notarzt rufen, aber am Chicagoer Flughafen gibts keinen Behandlungsraum oder so etwas (was ich gluecklicherweise nachgefragt hat, bevor sie den guten Mann/die gute Frau gerufen hat) und man haette mich so u.U. ins naechste Krankenhaus gefahren. Das wollte ich natuerlich auch nicht, also ergab ich mich meinem Schicksal und hab mich so gut es ging “hingelegt”. Ploetzlich merke ich aber ein merkwuerdiges Gefuehl in der Magengegend und als ich noch schnell meinen Nachbarn bitten kann, einen Blick auf meine Sachen zu werfen, laufe ich auch schon los, in Richung Toilette. Keine Sekunde zu spaet, denn ich erreiche nur knapp das zum Glueck offene und rettende Klo.
Nachdem ich mich also aussergewoehnlich am Flughafen verewigt hatte, gings mir langsam etwas besser. Bis zum Einsteigen moechte ich behaupten, war ich schon wieder recht fit.
So entging mir auch nicht, dass die Amerikaner am boesen 11.9. tatsaechlich Prioritaeten haben. So waren bei dem Bosten-Flug vor mir ganze 5 Polizisten beim Boarding in/um/an den Passagieren dran und bei meinem Flug niemand mehr anwesend. Wen interessiert schon Kanada?!
Der Flug war leider auch total ausgebucht und so wurde auch nix aus meiner Spekulation, der Sitz neben mir bliebe vielleicht frei und ich koenne die Beine mal hoch legen… Und, liebe Kollegen, ich muss sagen, der A319 ist ja ma sowas von eng. Fuer die Stunde nach Paris: okay. Von mir aus auch 2 Stunden nach Pusemuckel, aber 5 Stunden sind nicht bequem!!! Und wenn du auch noch platt, fertig und muede bist…. Ich sach et euch. Kein Traum.
Die Immigration in Kanada ging erwartungsgemaess um einiges schneller voran, aber widererwartungsgemaess waren die Zoellner nicht freundlicher. Egal, ich war drin (-: Und der Stempel in meinem Pass auch.
Am Band musste ich tatsaechlich auf meinen Koffer warten und dann kam er irgendwann auch. Leider voellig demoliert und am Griff kaput gerissen.
Ich also erstmal zurueck zum United-Schalter… Ich solle den Koffer morgen bitte zu folgendem Geschaeft bringen, dort repariert man entweder (haha) oder ich kriege eine neuen. Super…
Ich also mit meinem behindi Gepaeck raus in die kanadische Nacht und ab ins Taxi. Allzu weit fuhren wir nicht (vielleicht 15km) und ich stand vor meiner neuen Bleibe fuer die kommenden 2 Wochen. Gastmutter Kylie hat mich auch direkt gesehen und ist mir direkt zur Hand gegangen - nicht, ohne noch schnell Bekanntschaft mit einem Stinktier zu machen. Wenn et laeuft, dann laeuft et! Gott sei Dank hat das Tier von selbst schnell die Flucht ergriffen…
Mittlerweile habe ich nur noch Kylie, mein Zimmer und das Bad wahrgenommen und wollte nur noch ins Bett, wo ich letztendlich allerdings doch nicht zum Schlafen kam und um 4.30h angefangen habe, meine Koffer auszupacken…
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